Leipzigfahrt

W10a und W10c in Leipzig

Am 05. Und 06. März machten sich die Klassen 10a und 10c auf, die deutsche Teilung und Wiedervereinigung an Originalschauplätzen zu erkunden. Der erste Weg führte die Klassen nach Mödlareuth, auch bekannt als „Little Berlin“. Das kleine Dorf zwischen Thüringen und Bayern wurde durch eine Mauer mitten durch den Ort 40 Jahre geteilt. Familien und Freunde wurden über die Nacht rigoros voneinander getrennt. Die eindrucksvolle Ausstellung mit etlichen originalen Alltagsgegenständen und die erhaltenen Grenzanlagen machten das Ausmaß und die etlichen tragischen persönlichen Schicksale greifbar. Die zweite Station war in Leipzig. Dort bewegten wir uns auf den Spuren der friedlichen Revolution und zeichneten die dramatischen Wochen im Herbst 1989 nach. Abschließend besuchten wir das MfS, das Ministerium für Staatssicherheit in der Bezirksverwaltung Leipzig. Das Gebäude wurde vom Bürgerkomitee Leipzig 1989 besetzt und nur so konnten unzählige Akten vor der Vernichtung und somit Verschleierung der Straftaten des DDR-Regimes gerettet werden. So bekamen viele Opfer ein Gesicht. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Stasibehörde waren wie eine Zeitreise, da die komplette Einrichtung erhalten geblieben ist. Die Dauerausstellung zeigte auf drastische Weise, wie sehr die Gesellschaft der ehemaligen DDR von dem Geheimdienst durchdrungen war und zeigte sehr anschaulich die sehr kreativen Methoden der Regierung, ihre Bevölkerung auszuspionieren und zu instrumentalisieren.

Leipzig selbst ist ebenfalls eine sehr schöne Stadt, fast so schön wie Regensburg, wohin wir nach zwei Tagen um viele Eindrücke reicher zurückgekehrt sind.